Becks und Thomas Schulze (Foto: Hannoveraner Verband)

Hannovers beste junge Dressurpferde

Für Freunde von Statistiken bieten die FNerfolgsdaten was das Herz begehrt. In der Ausgabe 01/2024 von DER HANNOVERANER wurden die Spitzenverdiener in Viereck, Parcours und Gelände vorgestellt. Aber auch die Fünf- und Sechsjährigen können beachtliche Erfolge, gemessen an der Jahresgewinnsumme 2023, aufweisen.

Die Sechsjährigen
Der Vizeweltmeister Vitalos FRH führt die Gewinnsummenstatistik der sechsjährigen Dressurpferde an. Mit 2.135 Euro aus Dressurpferdeprüfungen ist der Vitalis/De Niro-Sohn (Z.: Josef Bramlage, Sögel) auch deutschlandweit das erfolgreichste junge Dressurpferd. Der Dunkelfuchs ist hochdekoriert: Nach der Auszeichnung mit dem Weltmeyer-Preis für seine überragende Hengstleistungsprüfung in Dänemark wurde er 2021 mit Leonie Richter Bundeschampion der vierjährigen Hengste und in den beiden folgenden Jahren jeweils Vizeweltmeister der jungen Dressurpferde. Alleine diese beide Silbermedaillen in Ermelo/NED brachten jeweils 2.000 Euro ein. Keine schlechte Ausbeute, 2023 war Vitalos FRH lediglich in Okel und bei der Weltmeisterschaft am Start.

Auf Platz zwei im Ranking trabte Bundeschampionesse Hann.Pr.A. Blue FRH v. Buckingham/Locksley II (Z.: Andrea Bentes, Wittingen), die 1.120 Euro verdiente. 2022 war sie mit Züchtertochter Maren Müller bereits in Warendorf am Start gewesen. 2023 stieg die renommierte Ausbilderin Tessa Frank in den Sattel der dynamischen Braunen und machte sie beim Bundeschampionat zu Deutschlands bestem sechsjährigen Dressurpferd. Angefangen hat alles bei Familie Bentes mit Blues Großmutter St.Pr.St. Wega v. Western Star/Wendelin, die als Reitpferd für Maren Müller erworben wurde und mittlerweile den Grundstein für eine erfolgreiche Zucht gelegt hat. 841 Euro flossen im vergangenen Jahr auf das Konto der St. Schufro/Fürstenball-Tochter St. Felice (Z.: Patrick Seefeld, Neustadt). Sie begann ihre Karriere in der Verdener Niedersachsenhalle als Preisspitze der 137. Elite-Auktion. Sie kam in österreichischen Besitz der Familie Ahorner und in den Ausbildungsstall von Marcus Hermes. Schon als Fünfjährige überzeugte sie in Warendorf mit dem Sieg in der Finalqualifikation, im Finale konnte sie jedoch nicht mehr an ihre Leistungen anknüpfen. Ganz anders ein Jahr später, als St. Felice den Weg über das Kleine Finale nehmen musste, bevor sie am Sonntag lediglich um ein Zehntel von Blue FRH geschlagen Vizechampionesse wurde. Und der Aufstieg geht rasant weiter: In der Halle-Münsterland in Münster wurde sie bei ihrem ersten Start in einem St. Georg Special* auf Anhieb Zweite. Auch hier war die Entscheidung denkbar knapp, zwei der drei Richter sahen St. Felice und Marcus Hermes auf Platz eins.

Die Fünfjährigen
Der Jahrgang 2018 wird ebenfalls bundesweit von einem Hannoveraner Privatbeschäler angeführt. Der Benicio/Desperados-Sohn Beck’s (Z.: Christian Thelker, Venne) gewann mit Thomas Schulze die Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft der jungen Dressurpferde. Diese Topplatzierung in Ermelo/NED war 1.500 Euro wert und schraubte die Jahresgewinnsumme auf 1.852 Euro. In Beck’s weiterem Pedigree finden sich mit Londonderry und Bolero weitere hochkarätige, klassische Dressurgene. 1.705 Euro stehen für die Nummer zwei der Rangliste, Hann.Pr.St. Happy Days di Fonteabeti v. Valverde/Wup (Z.: Societa‘ Agricola Allevamento Fonteabeti, Sansepolcro/ITA), zu Buche. In Italien geboren und mit der Hannoveraner Prämie ausgezeichnet, ist sie die amtierende Bundeschampionesse der fünfjährigen Dressurpferde. Nur zwei Wochen vor dem Bundeschampionat war sie mit Maxi Kira von Platen bei den Weltmeisterschaften in Ermelo/NED an den Start gegangen. Dort war sie nach Platz drei in der Einlaufprüfung im Finale Achte gewesen.

Dritter Hannoveraner im Bunde ist San to Alati v. Secret/Belissimo M (Z.: Lena-Marie und Kerstin Klose, Burgwedel), dessen Jahresgewinnsumme 1.344 Euro beträgt. Wie Beck’s und Happy Days di Fonteabeti war er mit Stefanie Wolf in Ermelo/NED und in Warendorf am Start. Bei der Weltmeisterschaft zog er als Sieger des Kleinen Finales in das Finale ein, wo er Platz 14 belegte. Und auch in Warendorf war er der Beste der Qualifikation, musste aber im Kampf und die Medaillen mit dem „undankbaren“ vierten Platz vorliebnehmen. Es ist noch keine 14 Tage her, dass der Prämienhengst zwei weitere Auszeichnungen einheimste: Er wurde für seine herausragenden Ergebnisse in beiden Teilen der Sportprüfung Dressur mit dem Weltmeyer-Preis geehrt und erhielt zudem den Namenszusatz FRH des Hannoveraner Fördervereins.

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