Diarello und Tim-Uwe Hoffmann (Foto: Hannoveraner Verband)

Hannovers beste junge Springpferde

Für Freunde von Statistiken bieten die FNerfolgsdaten was das Herz begehrt. In der Ausgabe 01/2024 von DER HANNOVERANER wurden die Spitzenverdiener in Viereck, Parcours und Gelände vorgestellt. Aber auch die Fünf- und Sechsjährigen können beachtliche Erfolge, gemessen an der Jahresgewinnsumme 2023, aufweisen.

Die Sechsjährigen
Zählt man Euros zusammen, ist der I’m Special de Muze/Carlus II-Sohn Ikarus (Z.: Stall Bokhorst, Schillsdorf) das erfolgreichste sechsjährige Springpferd aus Hannover. Mit Harm Wiebusch im Sattel hat er mit 31 Platzierungen von A** bis M** 2.855 Euro gewonnen. Den Löwenanteil von 1.815 Euro sicherte er sich Ende September in Luhmühlen mit Platz vier im Finale des hochdotierten Montagsclub-Championats der sechsjährigen Springpferde. Bundesweit liegt Ikarus mit diesem Kontostand auf Platz zehn. Es folgt Hann.Pr.A. Catch Me M v. Cador/Silvio (Z.: Peter Mahler, Neuhaus) mit 2.526 Euro. Sie war mit Tim-Uwe Hoffmann in der Westergellerser Heide vor Ikarus Dritte gewesen. Insgesamt holte sie sich acht goldene Schleifen. Bevor sie sich auf den Sport konzentrierte, war sie mit dem If-Preis auf der Herwart von der Decken-Schau dekoriert worden und hatte ihre Stutenprüfung mit überragenden Noten für das Springen (8,75) und die Rittigkeit (8,50) absolviert. 2021 wurde sie als Zweite bei den Hannoveraner Springpferde-Masters gefeiert, ein Jahr später wurde sie Zehnte im Finale. Im September 2023 ging Catch Me M bei der WBFSH Studbooks Jumping Global Champions Trophy in Valkenswaard/NED an den Start. Die Erfolgskurve zeigt nach oben, in Neustadt/Dosse feierte Catch Me M in der Youngster Tour ihre erste internationale Platzierung als Achtjährige.

Platz drei im Gewinnsummenranking der Siebenjährigen ging an den Perigueux/Lamberk-Sohn Porto Cristo B (Z.: Andreas Habben, Cuxhaven). Er wurde beim Montagsclub-Championat Zweiter, was ihm 2.335 Euro seiner 2.526 Euro Jahresgewinnsumme einbrachte. Geritten wurde der elastische Braune von Stephan Dubsky – der den Wallach „eigentlich“ als Geländepferd ausgebildet hat. Auch das tat er mit großem Erfolg: Porto Cristo B war 2022 als Vierter bester Hannoveraner im Bundeschampionat der fünfjährigen Vielseitigkeitspferde gewesen.

Die Fünfjährigen
Die Statistik der Fünfjährigen führt Lola v. Like Angel/Escudo (Z.: Walter Robert, Breitenbach-Gehau) mit 2.593 Euro an. 2022 gehörte die Braune zum Lot der Elite-Auktion und wurde dort von Bernd Herbert erworben. Der Hesse hatte bereits vor vielen Jahren ein hervorragendes Auge für junge Talente bewiesen, als er den unvergessenen E.T. FRH in der Niedersachsenhalle erwarb. Dem bunten Fuchs sind seitdem zahlreiche Spitzenpferde nach Viernheim gefolgt. Mit Roman Duchac war Lola bereits in Springpferdeprüfungen siegreich gewesen, bevor sie eine Box in der Ausbildungs- und Absatzzentrale in Verden bezog. Anfang vergangenen Jahres stieg Sophie Hinners in ihren Sattel und qualifizierte sie problemlos für das Bundeschampionat in Warendorf, wo sie in beiden Qualifikationen ihre Abteilung gewann und im Finale den glänzenden siebten Platz belegte. Lolas Mutter St.Pr.St. Eclaire hat nicht nur fünf weitere Auktionspferde gebracht, sondern auch vier bei der FN eingetragene Turnierpferde – alle mit unterschiedlichen Vätern. Am vielseitigsten ist der Viscount-Sohn Vinetto, der Zehnter beim Bundeschampionat der fünfjährigen Vielseitigkeitspferde war und mittlerweile mit Jan Matthias auf Drei-Sterne-Niveau unterwegs ist.

2.027 Euro klingelten in der Kasse von Diarello v. Diamant de Semilly/Cascadello (Z.: Stefan Aust, Armstorf). Er wird wie Catch Me M von Tim-Uwe Hoffmann geritten. Eine überaus erfolgreiche Saison liegt hinter dem Dunkelbraunen: Er gewann das Geestland-Championat in Elmlohe, das Montagsclub-Championat der Fünfjährigen und war in Valkenswaard/NED am Start. Gemeinsam mit DiCardo und Constable holte er den Sieg des Jahrgangs 2018 für Hannover und darf sich fortan mit dem Namenszusatz des Hannoveraner Fördervereins als Diarello FRH auf die Reise machen. Bei seiner ersten vollständigen Turniersaison verdiente der Chacco Chacco/Conteur-Sohn Coolman GT (Z.: Gestüt Tannenhof, Watzelhain) 1.723 Euro. Elisabeth Meyer ritt ihn zu insgesamt acht Siege von A bis M. Der einträglichste: Platz sieben in der hochdotierten Youngster Tour in Goch (1.200 Euro). Derzeit befindet er sich auf seiner ersten Auslandsreise in Samorin/SVK.

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